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Marck:
born in Zurich 1964.
1982-1986: various exhibitions with pictures and mechanical moving objects;
super-8, narrow-film installations.
1986-1996: musician with various bands (PARK, Blu Dolphin, etc); projects (dance performance, sound-studio works, multimedia rock concerts, various projects subsidised by the city of Zurich).
1996-2001: various exhibitions and contract works with photography, video installations, mechanical objects.
1998: further training in New York with the video artist GMDthree.
2001: education as media designer and multimedia producer (SAE).
2001 onwards: increasing number of exhibitions and video objects.

Einzelausstellungen/Gruppenausstellungen:
2014 Galerie von Braunbehrens, Munch
2014 Gemeinnützige Stiftung Peter Starke , Berlin, Germany
2014 Woeske Gallery Berlin Germany
2014 Galerie von Braunbehrens, Munch
2013 Barbarian art Gallery, Zurich
2013 Künstlerhaus Klagenfurt, Oestereich
2013 Woeske Gallery, Berlin
2013 Galerie Rigassi, Bern
2013 Solo show, Lichtfeld, Basel
2013 "Seifenbaum & Wolkenbrot" Gersau
2013 Künstlerhaus Prisma , Bolzano
2012 platform 79, Berlin
2012 Galerie von Braunbehrens, Munch
2012 Galerie Peithner-Lichtenfels Vienna
2012 De Backer Gallery - 8300 Knokke/ Belgium
2012 Barbarian art Gallery, Zurich
2011 Galerie Peithner-Lichtenfels Vienna
2011
Kunsthalle Osnabrück DE
2011 Galerie UF6 projects, Berlin
2011 Galerie von Braunbehrens, Munich
2010 MONDEJAR Gallery, Zurich
2010 Michael Schultz, Berlin
2009 Galerie Peithner-Lichtenfels Vienna
2005-2011 Lichtfeld Basel
2005 Haunch of Venison Zurich
2004-2011 Openart Graubünden
2003 ars electronica Linz
2003 Dialog Festival Winterthur
1997 Artvid97 New York

Kunstmessen:
2014 Kunst14 Zurich
2014Art Silicon Valley/San Francisco
2014 Artfair Istanbul Turkey
2014 Scope artfair Base
2014 Downtownfair NYC, usa
2014 Art Monaco, Monaco
2014 SCOPE NYC, usa
2013 Artfair Miami, usa
2013 Kunst13 Zurich
2013 Artfair Köln
2013 Scope artfair Basel
2213 Art Monaco ,Monaco
2013 SCOPE NYC, usa
2013 Art Stage Singapore
2013 ArtWynwood Contemporary, usa
2012 Art MIAMI, usa
2012 artfair istanbul, Turkey
2012 ART FAIR COLOGNE
2012 Kunst 12, Zürich
2012 FOTOFEVER Brussel
2012 Scope artfair Basel
2012 Scope artfair NYC
2012 Art Wynwood, Miami
2012 ArtPalmBeach, Florida
2011 Scope Miami
2011 Art Miami
2011 Lineart Gent, Belgien
2011 Kunst 11 Zürich
2011 Art fair Köln Deuschland
2011 ART MOSCOW Artfair
2011 the-solo-project Basel
2011 Scope artfair Basel
2011 Artfair Chicago
2011 Artfair Paris
2011 Scope artfair NYC
2010 Scope artfair , Miami
2010 Artfair Miami , Miami
2010 Lineart artfair, belgien
2010 PAN amsterdam artfair Niederlande
2010 Zürich 10 artfair
2010 ARTFAIR 21, Köln ,Germany
2010 SLICKContemporary Art Fair Paris
2010 Munch Contempo Internationa
2010 KIAF 10 Seoul, Korea
2010 Hotfair Basel
2010 SCOPE Artfair Basel
2010 Amsterdam Artfair 2010
2010 Vienna Artfair 2010
2010 SCOPE Artfair New York
2010 Bologna Arte Fiera
2010 London artfair
2009 SCOPE Artfair Miami
2009 SCOPE Artfair Basel
2009 SCOPE Artfair New York
2009 aaf Artfair London
2008 SCOPE Artfair Miami
2008 Contemporary art Istanbul
2008 SCOPE Hamptons
2008 SCOPE Artfair New York
2007 SCOPE Artfair Miami
Ankäufe:
Krupp/ USA
Grande Finale Museum / France
Dosan Artcenter / Korea
Artcenter Istanbul / Turkey
various private collectors.

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Andres Pardey, Kunsthistoriker,
Museum Tinguely, Basel


MARCK zeigt in der LICHT FELD Galerie "Videosculptures – Trapped", ältere und neuere Arbeiten aus seinem Werk, in dem sich der
Künstler seit dem Beginn seiner künstlerischen Tätigkeit mit Video, Design, der Frau in der Enge und der Erzählung auseinandersetzt.
Die Frau in der Kiste – über die Erzählung als interaktiver Prozess
MARCKS Werke sind zunächst Videoarbeiten, die häufig, immer, Frauen in bedrängter Situation zeigen, in eine beengende Kiste eingesperrt,
zwischen Pfählen sich windend, unter Kinderspielklötzen kriechend. Das ist – oft ist die Frau im Film nackt oder sehr leicht bekleidet
– auch erotisch zu lesen, oder dagegen auch als Zeichen eines Lebens in Bedrängnis, Unfreiheit, Limitierung durch aussen.
Das mag eine männliche und eine weibliche Sicht auf die Dinge sein, eine aufgeklärte und eine voyeuristische, eine Aussen- und eine Innensicht. Es sind
auf jeden Fall zwei und mehrere Sichten möglich, der Betrachter und die Betrachterin entscheiden über Richtig und Falsch für sich – und
keinesfalls für andere.
Es sind dies also private Momente, die über den Inhalt des Werks entscheiden – die Kunstrezeption wird zum interaktiven
Vorgang, zu dem Künstler, Werk und BetrachterIn jeweils ihren Teil beitragen. Dies ist zwar eigentlich bei aller Kunst der Fall,
wird aber in diesen Werken, die Gefühle wie Lust, Scham, Ärger, Wut oder Resignation ganz direkt ansprechen, speziell deutlich und damit
auch wichtig.
MARCK bezeichnet in einem Interview die Videokunst deshalb als interessant, weil sie die Möglichkeit einer "nichtstatischen Erzählung"
biete. Gleichzeitig betont er: "Video darf keine Geschichte erzählen, sondern sie muss beim Betrachter ein Gefühl auslösen, sonst wird es
wirklich langweilig." Marcks Videoarbeiten sind also eher Bilder, die für die mehr- und vielfache Betrachtung geeignet sind, als Spielfilme,
die man nach kurzer Zeit gesehen hat und die dann bei der nochmaligen Betrachtung langweilig werden. Das hat direkte Implikationen für die Filme, die auf seinen Screens laufen: Es sind relativ kurze geloopte Sequenzen, die sich in der ewigen Wiederholung nicht fertig
erzählen, sondern die das Gefühl, das sie erzeugen, in der Repetition allenfalls verstärken und unterstreichen. Dazu tragen verschiedene
Komponenten bei, von der häufig nur schemenhaften Erkennbarkeit des Gesichts der Protagonistin etwa über deren Bewegungen, die meist
fliessend, fast organisch sind, und die nicht von einem Versuch des Aus- oder Aufbruchs zeugen. Die Frau ist in der Kiste , und damit hat
sie sich wohl auch abgefunden...
MARCK verknüpft in seinen Werken Video mit Design – er bindet die Bildschirme in neue Gehäuse ein, montiert Dornen und Pfähle in
sie und befestigt sie auch mal auf dem Geweih eines Hirsches. Der Inhalt des Filmes greift in die dritte Dimension hinaus, wird real – gewissermassen,
und wird so vielleicht unmittelbarer vermittelt als bei einer schlichten Projektion oder auf einem unbearbeiteten Bildschirm.
Diese handwerkliche Arbeit fasst die Nicht-Erzählung des Films in ein Ganzes, das dem Objekt eine weitere Dimension, diejenige der
Überraschung und der technischen Verblüffung, zugesellt. Die Vermittlung der Geschichte – die ja keine ist – und ihre Fertigstellung im
Kopf des Betrachters und der Betrachterin geschieht so auch über diese Designstücke, die die ferne Handlung im Video in unsere Realwelt
transponieren. Unmittelbarkeit steht hier also neben Erzählferne – und Emotion ist Anschauung.
Andres Pardey
 


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Eine Frau mit schwarzen, langen Haaren liegt auf dem Rücken in einer blau gekachelten Badewanne, die kleiner ist als sie selbst, und sieht den Betrachter zufrieden an. Sie dreht sich zunächst auf die eine Seite, dann auf die andere, dann wieder auf den Rücken, den Blick auf die Betrachterin gerichtet. Danach macht sie einen Purzelbaum, schwimmt wieder in die Ausgangsposition und schaut.
Dann beginnt der ganze Bewegungsablauf als endloser Loop wieder von vorne.

„Türkisches Bad“ heisst diese Videoskulptur von Marck. Die Badewanne als Lebenswelt, in der es warm und gemütlich ist und die eine klar begrenzte und definierte Bewegungsfreiheit bietet.
Es sind zwar vier Drehungen und gar ein Purzelbaum möglich, aber das ist auch schon das Ende der Freiheit.
Die Frau im türkischen Bad wird nie aufstehen und ihre Lebenswelt (die Badewanne) verlassen.

Der Inhalt von Marcks Videoskulpturen bewegt sich immer auf einem Screen, der ursprünglich ein Röhrenmonitor oder ein LCD war. Die Hülle der Screens wird auseinander genommen, neu kreiert oder umgebaut. Wichtig dabei ist, dass die Hülle immer dem Inhalt entspricht und somit selbst zu einer Aussage wird. In der „Frauenkiste“ beispielsweise wurden die Monitore zu einer
Kiste umgebaut, in der eine Frau eingeschlossen ist.

Marcks Videoskulpturen zeigen, wie ein Mann Frauenwelten und Beziehungsmuster zwischen Männern und Frauen sieht und reflektiert. Der Mann schliesst Frauen in Kisten ein oder legt sie in Badewannen,
worin sich die Frauen einrichten in der Hoffnung, dass sich die Hülle beziehungsweise Lebenswelt um sie herum vielleicht einmal auflösen wird - ohne ihr eigenes Dazutun.

An Marcks Videoskulpturen gibt es nichts Ungeplantes oder Zufälliges. Zuerst hat er eine Vorstellung vom Inhalt der Skulptur, dann beginnt er mit der Konstruktion. Es geht ihm also nicht um Spielerei
mit der Technik selbst, sondern die Elektronik wird Mittel zum Zweck, sprich: Überbringerin des Inhaltes.
Genauso ist es mit der Hülle, mit der Verpackung des Inhaltes. Marck hat in den 90er Jahren für Zürcher Clubs Videoinstallationen hergestellt. Der Inhalt der Installationen wurde für ihn nach kurzer Zeit
selbst starr und langweilig. Die Suche nach Auflösung der Grenze zwischen Inhalt und Hülle begann. Mittlerweile hat er die Grenzen zwischen Inhalt und Medium gesprengt. Das Medium, die Hülle der
Skulptur, ist selbst Inhalt und Aussage geworden.

Vertreten wird Marck in der schweiz durch die Galerien Lichtfeld in Basel. Seit 2004 sind die Skulpturen u.a. mit der Kunstmesse Scope weltweit auf Reisen. Stationen waren u.a. in New York, Miami, Istanbul, Basel, London, Paris,Seoul, Amsterdam, Brüssel, München,Wien, Bolognia und die Ars Electronica in Linz. Sehen kann man Marcks
Skulpturen in der Krupp Sammlung im Bosten Museum in den USA, im Grande Finale Museum in Frankreich, im Dosan artcenter in Korea oder im Artcenter Borusan in Istanbul. Und die Videoskulpturen stehen
neben Installationen von Nam June Paik bei diversen privaten Sammlern zu Hause.

Die Auseinandersetzung mit Marcks Videoskulpturen erhält mit dem Kauf eine weitere Dimension. Ab diesem Zeitpunkt hat der Besitzer etwa 15 Jahre Zeit, um eine Entscheidung zu fällen. Der Screen wird nach dem Kauf für etwa 15 Jahre laufen, bevor ein Teil repariert werden muss.
Es liegt also in den Händen des Käufers, ob er die Frau für weitere 15 Jahre in der Badewanne schwimmen lässt…


marck talking about art and old factory buildings (Schweizerdeutsch)
marck
Foto by GMDthree, NYC