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Marck:
born in Zurich 1964.
1982-1986: various exhibitions with pictures and mechanical moving objects;
super-8, narrow-film installations.
1986-1996: musician with various bands (PARK, Blu Dolphin, etc); projects (dance performance, sound-studio works, multimedia rock concerts, various projects subsidised by the city of Zurich).
1996-2001: various exhibitions and contract works with photography, video installations, mechanical objects.
1998: further training in New York with the video artist GMDthree.
2001: education as media designer and multimedia producer (SAE).
2001 onwards: increasing number of exhibitions and video objects.

Einzelausstellungen/Gruppenausstellungen:
2011 Galerie Peithner-Lichtenfels Vienna
2011
Kunsthalle Osnabrück DE
2011 Galerie UF6 projects, Berlin
2011 Galerie von Braunbehrens, Munich
2010 MONDEJAR Gallery, Zurich
2010 Michael Schultz, Berlin
2009 Galerie Peithner-Lichtenfels Vienna
2005-2011 Lichtfeld Basel
2005 Haunch of Venison Zurich
2004-2011 Openart Graubünden
2003 ars electronica Linz
2003 Dialog Festival Winterthur
1997 Artvid97 New York

Kunstmessen:
2012 Scope artfair NYC
2012 Art Wynwood, Miami
2012 ArtPalmBeach, Florida
2011 Scope Miami
2011 Art Miami
2011 Lineart Gent, Belgien
2011 Kunst 11 Zürich
2011 Art fair Köln Deuschland
2011 ART MOSCOW Artfair
2011 the-solo-project Basel
2011 Scope artfair Basel
2011 Artfair Chicago
2011 Artfair Paris
2011 Scope artfair NYC
2010 Scope artfair , Miami
2010 Artfair Miami , Miami
2010 Lineart artfair, belgien
2010 PAN amsterdam artfair Niederlande
2010 Zürich 10 artfair
2010 ARTFAIR 21, Köln ,Germany
2010 SLICKContemporary Art Fair Paris
2010 Munch Contempo Internationa
2010 KIAF 10 Seoul, Korea
2010 Hotfair Basel
2010 SCOPE Artfair Basel
2010 Amsterdam Artfair 2010
2010 Vienna Artfair 2010
2010 SCOPE Artfair New York
2010 Bologna Arte Fiera
2010 London artfair
2009 SCOPE Artfair Miami
2009 SCOPE Artfair Basel
2009 SCOPE Artfair New York
2009 aaf Artfair London
2008 SCOPE Artfair Miami
2008 Contemporary art Istanbul
2008 SCOPE Hamptons
2008 SCOPE Artfair New York
2007 SCOPE Artfair Miami

Ankäufe:
Krupp/ USA
Grande Finale Museum / France
Dosan Artcenter / Korea
Artcenter Istanbul / Turkey
various private collectors.

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Eine Frau mit schwarzen, langen Haaren liegt auf dem Rücken in einer blau gekachelten Badewanne, die kleiner ist als sie selbst, und sieht den Betrachter zufrieden an. Sie dreht sich zunächst auf die eine Seite, dann auf die andere, dann wieder auf den Rücken, den Blick auf die Betrachterin gerichtet. Danach macht sie einen Purzelbaum, schwimmt wieder in die Ausgangsposition und schaut.
Dann beginnt der ganze Bewegungsablauf als endloser Loop wieder von vorne.

„Türkisches Bad“ heisst diese Videoskulptur von Marck. Die Badewanne als Lebenswelt, in der es warm und gemütlich ist und die eine klar begrenzte und definierte Bewegungsfreiheit bietet.
Es sind zwar vier Drehungen und gar ein Purzelbaum möglich, aber das ist auch schon das Ende der Freiheit.
Die Frau im türkischen Bad wird nie aufstehen und ihre Lebenswelt (die Badewanne) verlassen.

Der Inhalt von Marcks Videoskulpturen bewegt sich immer auf einem Screen, der ursprünglich ein Röhrenmonitor oder ein LCD war. Die Hülle der Screens wird auseinander genommen, neu kreiert oder umgebaut. Wichtig dabei ist, dass die Hülle immer dem Inhalt entspricht und somit selbst zu einer Aussage wird. In der „Frauenkiste“ beispielsweise wurden die Monitore zu einer
Kiste umgebaut, in der eine Frau eingeschlossen ist.

Marcks Videoskulpturen zeigen, wie ein Mann Frauenwelten und Beziehungsmuster zwischen Männern und Frauen sieht und reflektiert. Der Mann schliesst Frauen in Kisten ein oder legt sie in Badewannen,
worin sich die Frauen einrichten in der Hoffnung, dass sich die Hülle beziehungsweise Lebenswelt um sie herum vielleicht einmal auflösen wird - ohne ihr eigenes Dazutun.

An Marcks Videoskulpturen gibt es nichts Ungeplantes oder Zufälliges. Zuerst hat er eine Vorstellung vom Inhalt der Skulptur, dann beginnt er mit der Konstruktion. Es geht ihm also nicht um Spielerei
mit der Technik selbst, sondern die Elektronik wird Mittel zum Zweck, sprich: Überbringerin des Inhaltes.
Genauso ist es mit der Hülle, mit der Verpackung des Inhaltes. Marck hat in den 90er Jahren für Zürcher Clubs Videoinstallationen hergestellt. Der Inhalt der Installationen wurde für ihn nach kurzer Zeit
selbst starr und langweilig. Die Suche nach Auflösung der Grenze zwischen Inhalt und Hülle begann. Mittlerweile hat er die Grenzen zwischen Inhalt und Medium gesprengt. Das Medium, die Hülle der
Skulptur, ist selbst Inhalt und Aussage geworden.

Vertreten wird Marck in der schweiz durch die Galerien Lichtfeld in Basel. Seit 2004 sind die Skulpturen u.a. mit der Kunstmesse Scope weltweit auf Reisen. Stationen waren u.a. in New York, Miami, Istanbul, Basel, London, Paris,Seoul, Amsterdam, Brüssel, München,Wien, Bolognia und die Ars Electronica in Linz. Sehen kann man Marcks
Skulpturen in der Krupp Sammlung im Bosten Museum in den USA, im Grande Finale Museum in Frankreich, im Dosan artcenter in Korea oder im Artcenter Borusan in Istanbul. Und die Videoskulpturen stehen
neben Installationen von Nam June Paik bei diversen privaten Sammlern zu Hause.

Die Auseinandersetzung mit Marcks Videoskulpturen erhält mit dem Kauf eine weitere Dimension. Ab diesem Zeitpunkt hat der Besitzer etwa 15 Jahre Zeit, um eine Entscheidung zu fällen. Der Screen wird nach dem Kauf für etwa 15 Jahre laufen, bevor ein Teil repariert werden muss.
Es liegt also in den Händen des Käufers, ob er die Frau für weitere 15 Jahre in der Badewanne schwimmen lässt…


marck
Foto by GMDthree, NYC